Einführung in die Religionskritik: Feuerbach, Marx, u.a

Der Vortrag von Manuel Kellner fand am Donnerstag, den 08.05.2014 in der Heuscheuer (Nähe Marstall) in Heidelberg statt.

„Das Zeitalter der „Aufklärung“ ist längst Geschichte, trotzdem sind die „Fundamentalisten“ in den „Weltreligionen“ auf dem Vormarsch. Wenn auch die Masse der Gläubigen der großen Weltreligionen nicht mehr allzu viel glaubt, entwickelt eine Vielzahl von Menschen doch religiöse oder spirituelle Bedürfnisse und lebt sie verschiedenartig aus. Mit dem deutschen Philosophen und Hegel-Schüler Ludwig Feuerbach kam es zu einer wichtigen Änderung in den religionskritischen Argumentationsmustern. Es ging von da an nicht mehr um die Wahrheit oder Unwahrheit von Offenbarungen oder Dogmen, sondern um die Entzifferung ihres menschlichen Sinns. Marx hat diese neue Religionskritik umgemünzt in die Kritik einer unmenschlichen gesellschaftlichen Wirklichkeit, Freud hat sie aufgegriffen für die Heilung seelischer Leiden. Religionskritik im 21. Jahrhundert ist gut beraten, nicht hinter Feuerbach zurückzufallen.“

Manuel Kellner, Jahrgang 1955, wohnhaft in Köln, fünf Kinder und zwei Enkel, ist Politikwissenschaftler, Historiker und Doktor der Philosophie, tätig in der Erwachsenenbildung und Publizist, Autor von „Kritik der Religion und Esoterik. Außer sich sein und zu sich kommen“ in der theorie.org-Reihe des Schmetterling Verlags.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburgstiftung statt.

Den Vortrag könnt ihr euch Hier runterladen. Viel Spaß!

 

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