Von der historisierenden Bildung zum Umgang mit rechten Einstellungen am Beispiel gewerkschaftlicher Bildungsarbeit

mit Christos Kirizakis

Die gewerkschaftliche Bildungsarbeit diente bis in die 1970er Jahre der reinen Funktionärsausbildung und war durch eine Trichter-Didaktik geprägt.
Erst relativ spät öffnete sie sich an dialogorientierten und bewußtseinsbildenden Methoden und Inhalten. Der Umgang mit rechten Einstellungen und Rassismus verblieb dennoch in einer rein historisierenden und Gewerkschaft-als-Opfer-zentrierten Betrachtung des Nationalsozialismus. Im Zuge der Renationalisierung der bundesrepublikanischen Mehrheitsgesellschaft und des aufkommenden manifesten Rassismus ab Anfang der 1990er war es dann nötig neue pädagogische Konzepte zu entwickeln und sich auch in der eigenen Mitgliederbasis mit diesen Themen auseinander zu setzen.

Christos Kirizakis, Soziologe und Erziehungswissenschaftler, derzeit politischer Sekretär der IG BAU ist seit über 20 Jahren in der gewerkschaftlichen Jugend- und Bildungsarbeit ehrenamtlich und hauptamtlich tätig.

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