Archiv des Autors: akutplusc

JUZ bleibt! Jugendzentrum Friedrich Dürr droht die Schließung

Die CDU-Mannheim versucht gerade bei den Verhandlungen für den Doppelthaushalt 2018/19 die Zuschüsse für das JUZ sowie deren Mietbefreiung ersatzlos zu streichen. Über den Antrag wird morgen oder am Dienstag im Mannheimer Gemeinderat abgestimmt. Die Zeit drängt also!

Dieser Angriff auf linke Strukturen reiht sich ein in die Hetzjagd gegen Linke und den Ausbau des Polizeistaats seit den G20 Protesten im Juli in Hamburg.

Auf die Kriminalisierung selbstverwalteter Strukturen und die Extremismusdoktrin kann es nur eine Antwort geben: Solidarität!

Was wir tun können:

  1. Morgen (Mo. 11.12.) um 8.30 zum Stadthaus N1 kommen. Weitere Infos auf Facebook.
  2. Die Petition zum Erhalt des JUZ Mannheim unterschreiben.
  3. Spread the word! Das JUZ braucht Öffentlichkeit!
  4. Fördervereinsmitglied des JUZ werden.

 

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Neuerscheinung: Irrwege der Kapitalismuskritik

Erinnert ihr Euch an unsere Vortragreihe aus dem letzten Jahr, die Irrwege der Kapitalismuskritik? In leicht veränderter Zusammensetzung sind die Beiträge der Referenten nun als Buch im Alibri-Verlag erschienen. Wir freuen uns sehr und legen Euch das Buch sehr ans Herz.

Merlin Wolf (Hrsg.): Irrwege der Kapitalismuskritik
173 Seiten, kartoniert, Euro 16.- ISBN 978-3-86569-273-3


Aus dem Inhalt

Bankenkrise und Sparpolitik hatten offensichtliche Folgen für große Teile der Bevölkerung nicht nur in Griechenland. Seitdem ist Kapitalismuskritik plötzlich en vogue. Doch oft genug richtet sich die Kritik nur gegen jene, die als Verursacher der Krise angesehen werden oder segelt in nationalistischem Fahrwasser: „Sozial geht nur national!“. Kritik wird so zum Ressentiment.
Die Autorinnen und Autoren legen die strukturellen Ursachen gesellschaftlich beobachtbarer Phänomene offen, um sich nicht auf den Irrwegen einer Kritik zu verlieren, die bloße Symptome beklagt.
Im Labyrinth der Kapitalismuskritik sollen Maßstäbe gefunden werden, wie sich progressive und regressive Analysen unterscheiden lassen. Anhand negativer Beispiele werden Bedingungen deutlich, die progressive Kapitalismuskritik erfüllen muss.

Mit Beiträgen von Thomas Ebermann, Stephan Grigat, Maximilian Hauer, Frédéric Krier, Bakara Merle, Nadja Rakowitz, Norbert Trenkle und Merlin Wolf.

Und weiter gehts: A+C Kneipe die Dritte. Außerdem Vokü am 26.11.

Am kommenden Sonntag (25.11) gibt es wieder leckere Vokü von Akut [+C]. Ab 20Uhr werdet Ihr im Café Gegendruck Köstliches indischer Art verzehren dürfen!

Außerdem wird es auch im Dezember wieder die A+C Kneipe geben. Am ersten Freitag des Monats (01.12) heißt es provokant: „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“ (Franz Müntefering, 2006). Das Thema ist also Agenda 2010, Arbeitszwang und das Jobcenter

Wie die letzten Male möchten wir mit einem Input starten um uns dann gemeinsam darüber auszutauschen. Es gilt wie immer: Gemütlich, gesellig und interessant soll´s werden. Thema dieses Freitagabend-Plausches ist der Arbeitszwang im Kontext neoliberaler Ideologie.

Mit dem Zitat „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“ Münteferings 2006 (damaliger Arbeitsminister) ist die Basis der neoliberalen Ideologie auf den Punkt gebracht. Seit den 80er Jahren gelang es dem neoliberalen Projekt und dessen Akteur*innen, ausgehend von Großbritannien und den USA, auch in Deutschland führend zu werden und die kapitalistische Produktions-und Lebensweise zu verändern. Innerhalb der Agenda 2010 und ihrer vielfältigen Änderungen in der Sozialpolitik gilt die soziale Sicherung des Fordismus als Hinderung der „Eigenverantwortung“ der von Armut betroffenen Menschen. Soziale Ungleichheit avanciert zur Notwendigkeit wirtschaftlicher Progression und Wettbewerbsfähigkeit. Jene menschenfeindliche Einstellung findet auch Ausdruck in der Novellierung der Arbeitslosengesetze mit der Einführung des SGB II und SGB III. Hier ist ein ausgebautes Instrumentarium zum Zwang in Arbeit vorzufinden. A C-Kneipe Dezember

Ohne die Möglichkeit sich zu wehren ist der lohnarbeitslose Mensch durch die vertraglich festgelegte Pflicht zur Mitwirkung dazu gezwungen, jedwede Kondition von Lohnarbeit zu ertragen. Nach dem Motto „wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“ gerät das Wort „Eigenverantwortung“ zu einem Absurdum, denn das angewandte Maß an Zwang untergräbt jede Möglichkeit für eigenständige Mitwirkung. Im § 1 Abs. 2 SGB II heißt es: „Die Grundsicherung für Arbeitsuchende soll es Leistungsberechtigten ermöglichen, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht.“ Das erscheint angesichts vieler Erfahrungen von Menschen
die Hartz IV beziehen als äußert dreckiger Witz. Hier (http://www.taz.de/Jobcenter-sanktioniert-Bettler/%215465488/) findet Ihr einen aktuellen Zeitungsartikel zu einem Menschen, dessen ALG II-Leistungen aufgrund von „Nebeneinkünften“ gekürzt wurden: Er wurde von seiner Jobcenter-Sachbearbeiterin beim Betteln beobachtet. Was der bürgerliche Staat als menschenwürdig deklariert könnt ihr zudem hier https://www.boeckler.de/pdf/p_edition_hbs_242.pdf in einer Studie zu den Auswirkungen von Sanktionen des Jobcenters nachlesen. Der Neoliberalismus zeigt uns ganz deutlich das Gesicht des Kapitalismus: Es gibt Überflüssige und es braucht einen Ort wie das Jobcenter, das dies den Betroffenen durch Demütigung glaubhaft vermittelt. Die dabei notwendige ideologische Umdeutung von gesellschaftlich produzierten Zuständen geht so: Hilfsbedürftigkeit wird zur Eigenverantwortung, Armut zum individuellen Versagen.

In der Frage nach dem Umgang mit lohnarbeitslosen Menschen bündeln sich Qualitäten eines gesellschaftlichen Systems. Um diese näher zu begreifen möchten wir gerne mit Euch am Freitag über einige ihrer Aspekte diskutieren. Es gilt für uns: Lohnarbeitslosigkeit ist kein individuelles Versagen sondern Konstante der kapitalistischen Produktionsweise.

Veranstaltung „Der NSU in Baden-Württemberg“ am 16.11. um 19 Uhr im Psychologischen Institut

Die rassistischen Morde und Anschläge des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) stellen eine beispiellose Form des rechten Terrors in der BRD dar. Über Jahre hinweg konnten die Nazis Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe mit Hilfe eines großen Netzwerks an UnterstützerInnen aus dem Untergrund heraus agieren. Mit dem Tod der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn 2007 fand in Baden-Württemberg der letzte bekannte Mord des NSU statt. Auch 10 Jahre danach werfen die Ereignisse auf der Theresienwiese viele Fragen auf und die Aufklärung kommt nur sehr schleppend voran.

Die Veranstaltung „Der NSU in Baden-Württemberg“ versucht einen Überblick über den aktuellen Stand der Aufklärung zu geben. Neben der Frage wer die UnterstützerInnen des NSU in Baden-Württemberg waren, soll auch ein Blick auf die Rolle und Verstrickungen der staatlichen Behörden geworfen werden.

Der Vortrag „Der NSU in Baden-Württemberg“ findet am 16.11. um 19 Uhr im Psychologischen Institut, Übungsraum B statt.

A+C Kneipe: Die Zweite am Fr. 03.11. – Dieses Mal zum Thema NSU-Komplex

Die zweite Kneipe rückt näher! Weil es letztes Mal so schön war, freuen wir uns besonders Euch zur nächsten Runde am Freitag, den 03.11. in Café Gegendruck (Fischergasse 2, HD-Altstadt) einzuladen. Mit Bier/Limo/Akut-Spezialbrause 😉 wollen wir erneut mit Euch in gemütlicher Runde den Freitagabend verbringen. Wie beim letzten Mal gibt’s zu Beginn einen Input und danach die Möglichkeit der gemeinsamen Diskussion.

Rassisisierte Gewalt ist ein sich stetig wiederholendes Phänomen in Deutschland. In keinem anderen aktuellen Prozess, als der zum NSU, wird jene Permanenz so deutlich. Mit dem nahenden Ende der Gerichtsverhandlungen scheint eine Nation aufzuatmen, der Fall scheint abgehakt. Doch auch wenn die Täter*innen jeweils hohe Haftstrafen erwarten, so müssen wir uns damit auseinandersetzten, dass jene Morde auf Unterstützer*innennetzwerke aufbauten, die bis in staatliche Institutionen reichen. Die Bundesanwaltschaft reduziert die Morde auf einige wenige Täter*innen und unterminiert so die Untersuchung struktureller Verstrickungen. Als Teil einer aufmerksamen Zivilgesellschaft ist es an uns, sich mit den Ergebnissen der Ermittlungen kritisch auseinander zu setzen und weiterhin daran mitzuwirken dass die Thematik nicht als abgeschlossen verschwindet.

So wollen wir am Freitag zunächst grundlegende Fakten zum Ablauf der Mordserie, den Ermordeten und den Täter*innen klären. Im Weiteren setzen wir uns mit einer Anklageschrift des zivilgesellschaftlichen Tribunals „NSU-Komplex auflösen“ auseinander. Dieses bundesweite Aktionsbündnis weist auf den politischen Charakter der Ermittlungen zum NSU hin. In ihrer Anklageschrift, die ihr HIER findet, werden zahlreiche Widersprüche und der entwürdigende Umgang mit den Ermordeten und ihren Angehörigen benannt. Die in der Schrift aufgemachten neun Anklagepunkte möchten wir gerne vorstellen und mit euch diskutieren. Denn: Es ist noch lange nicht an der Zeit erleichtert aufzuatmen. Nicht solange so viele Lücken in der Ermittlung bestehen, nicht solange den Ermordeten und ihren Angehörigen ein angemessenes Gedenken verweigert wird.

Dass Theorie und Trinken eben einfach unvergleichlich gut zu einem Freitagabend passen, wollen wir mit dem zweiten Kneipenabend erneut gemeinsam zur Wahrheit erheben 😉

Wann: 03.11.17, 19.30 Uhr

Wo: Cafe Gegendruck, Fischergasse 2, Heidelberg-Altstadt

Vokü und Infos zur kommenden Ende Gelände Aktion

Am 29.10. laden wir Euch herzlichst zu unserer monatlichen, veganen Vokü ein. Dieses Mal mit einem Info-Vortrag zur kommenden Ende Gelände Aktion im Rheinland. Nach den erfolgreichen Akten des zivilen Ungehorsams der Aktionstage im Sommer steht nun anlässlich der UN-Klimakonferenz der zweite Streich an: Vom 03.11. – 05.11.17 gehts erneut runter in die Grube! Es gibt tausend richtige und wichtige Gründe gegen die Umweltsauerei Braunkohleförderung vorzugehen, dass Deutschland sein Klimaziel haushoch verfehlen wird ist nur einer davon. Einige Andere Fakten und Infos wollen wir gerne am Sonntag gemeinsam besprechen.

An die Klimaverkacker der Konferenz: Wenns um unsere Umwelt geht, haben wir auch ein Wörtchen mitzureden!

Am Sonntag, den 29.10.17, um 20.00 Uhr im Cafe Gegendruck zum kleinen Preis reinhauen und informieren.

Kritischer Semesterstart WiSe 2017

Zum Semesterbeginn haben sich viele linke Gruppen aus Heidelberg zusammengetan, um einen Veranstaltungskalender mit einem bunten Programm auf die Beine zustellen. Das Ergebnis findet ihr HIER

Wir beteiligen uns mit folgenden Veranstaltungen am Semesterstart:

03.11.2017 | 19.30 Uhr | Café Gegendruck, Fischergasse 2

A+C Kneipe: Brennpunkt NSU

Jeden ersten Freitag im Monat möchten wir gerne mit euch mit Bier/Limo in der Hand in gemütlicher Runde über aktuell relevante Themen plaudern. Vorgesehen ist dabei jeweils ein Input zu einem bestimmten Thema. Anschließend laden wir euch herzlichst dazu ein, in einen gemeinsamen Austausch darüber zu gehen. Die verschiedenen Kontexte aus denen wir kommen, die verschiedenen Standpunkte, die wir vertreten, bieten uns die Möglichkeit, Themen aus mehreren Perspektiven heraus zu betrachten.

16.11.2017 | 19 Uhr | Raum folgt (bald)

Vortrag „Der NSU in BaWü“